18.12.2011
22:40
Der Fokus und der Schwerpunkt der «Young Talents» – Ausstellung in der Hammer Gallery – liegt in der inszenierten Fotografie. In den gezeigten Arbeiten werden Elemente des Bildinhaltes in einen definierten Zusammenhang gestellt um bestimmte emotionale Reaktionen beim Betrachter zu wecken. Oft betreiben die Künstler dabei einen sehr hohen technischen Aufwand, dieser bleibt jedoch stets nur Mittel zum Zweck.

Stéphanie Marie Couson (Bild), Jonathan Heyer, Catherine Leutenegger, Zhang Peng und Julian Salinas nehmen in ihren Arbeiten nicht nur die Position des Fotografen, sondern auch die des Regisseurs, des Architekten, des Literaten, des Philosophen und Erzählers ein. weiterlesen »
28.11.2011
10:06
Über vierzig Jahre lang hat das Fotografenpaar Bernd und Hilla Becher an einer Bestandsaufnahme von Gebäuden der Industriearchitektur gearbeitet. Fabrikhallen, Fördertürme, Gasbehälter, Stahlöfen, aber auch Fachwerkhäuser gehören zu den Sujets, die sie in Deutschland, in England, Frankreich, Mitteleuropa und den USA aufgenommen haben. Sie nennen diese Gebäude «Anonyme Skulpturen». Damit wollen sie auf die künstlerische Qualität der Bauwerke hinweisen, die im Bewusstsein der zumeist unbekannten Baumeister und Benutzer keine Rolle spielte.

Ihre Fotografie will diese verborgenen skulpturalen Qualitäten verdeutlichen und sie als untergehende Baukultur historisch dokumentieren. Mit grosser Zurückhaltung in ihren Mitteln und ganz dem Gegenstand verpflichtet, stehen die beiden Künstler in einer langen Tradition wichtiger Vertreter des dokumentarischen Blicks wie Eugène Atget, Karl Blossfeldt, Walker Evans, Albert Renger-Patzsch und August Sander. weiterlesen »
6.11.2011
22:48
Das Kunstmuseum St. Gallen zeigt noch bis 22. Januar 2012 «eine Schweizer Sammlung konzeptueller Fotografie»
«Die Kunst im Zeitalter ihrer technischen Reproduzierbarkeit»: Nach der These des Philosophen Walter Benjamin wurde die Aura der Kunst durch neue Bildmedien aufgehoben. Übernahm die Fotografie Ende des 19. Jahrhunderts die Funktion der Darstellung von Welt, so war ihr Siegeszug nicht mehr aufzuhalten. Diese Erweiterung des Fotografischen, weg vom klassischen Pressebild hin zur konzeptuellen Fotografie, zur Dokumentation künstlerischer Aktionen oder zum Blow-up-Format, dokumentiert die in ihrem hohen Qualitätsanspruch einzigartige Fotosammlung der Firma ZL Zellweger Luwa. Die von den Gebrüdern Ruedi und Thomas Bechtler 1990 initiierte Sammlung wird in den Kunstmuseen Bonn und St.Gallen erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. weiterlesen »
31.10.2011
13:15
Mit «Life in Cities» zeigt die Christophe Guye Galerie einen Querschnitt des facettenreichen Gesamtwerkes des Fotokünstlers Michael Wolf. Neben Werken aus seinen anerkannten Serien Tokyo Compression und Architec ture of Densi ty, werden auch Arbeiten seiner neusten Werkgruppe «A Series of Unfortunate Events», auch als Google Street View bekannt, erstmals in der Schweiz gezeigt. Wolf untersucht urbanes Leben im 21. Jahrhundert und trifft damit den Puls der Zeit: Ob er mit faszinierend abstrakten Porträts von Gebäudefronten eine Lebensweise illustriert, die einengende Gedrängtheit deren Bewohner ablichtet, oder die bewachte «Privatsphäre» bebildert, Wolfs Arbeiten sind künstlerisch und Kultur erforschend zugleich und zeichnen mit differenzierten visuellen Aspekten ein intimes dennoch hinweisendes Porträt des Grosstadtlebens. «Life in Cities», Wolfs erste Soloausstellung in der Schweiz, wurde abgestimmt auf internationale Ausstellungen im Museum für Ges taltung, wo Architec ture of Density gezeigt wird, und mit «Tokyo Compression» gezeigt am Noorderlicht Photofestival in Groningen, Holland. weiterlesen »
23.10.2011
21:06
Die Gagosian Gallery in Genf zeigt noch bis 17. Dezember 2011 eine sehenswerte Ausstellung von Richard Avedons frühen Modeaufnahmen von Modellen in elegantester Mode, die in Paris vor dem Zweiten Weltkrieg in Calés, Nachtklubs und in den Strassen der Seinestadt entstanden sind. Viele davon wurden in Harper’s Bazaar und anderen massgebenden Modezeitschriften publiziert und haben so die damalige Modefotografie massgebend geprägt.

weiterlesen »
27.09.2011
18:55
Die Ausstellung WELT – BILDER 4 im Helmhaus Zürich bietet ein engagiertes und engagierendes Wechselbad der Gefühle: Schönheit und Schrecken liegen nah beieinander, von magischen Vollmondnächten gerät man in mensch-gemachte Naturkatastrophen, von der Mongolei in Megacitys, von einem Schweizer Bergtal in australische Bergbaugebiete.
weiterlesen »
11.09.2011
10:46
Die neueste Ausstellung der Galerie Lumas in Zürich befasst sich mit dem Thema «Traffic» und präsentiert 7 bzw. 8 Fotografen, welche mit ihrem Bildern den Handel, den Verkehr und die Bewegung als elementare Bestandteile unserer heutigen Gesellschaft fotografisch dokumentieren und kreativ umsetzen. Bilder, die uns mitreissen – die uns aber auch zum Nachdenken anregen.
Handel, Verkehr und Bewegung, das sind elementare Bestandteile unserer heutigen Gesellschaft. Wir reisen durch die ganze Welt, verlassen zum Studieren und Arbeiten unsere Städte, pendeln zwischen verschiedenen Orten und sind am Besten per Mobiltelefon zu erreichen. Mit der Ausstellung Traffic beleuchtet Lumas Zürich die unterschiedlichen Aspekte des Themas, des «Unterwegsseins». Alles und jeder scheint stetig in Bewegung zu sein, ob per Containerschiff, mit dem Auto oder der Metro durch die Grossstädte unserer Welt – Stillstand gibt es nicht. weiterlesen »
4.09.2011
11:27
Die Bieler Fototage feiern dieses Jahr den 15. Geburtstag und das 5-jährige Jubiläum des Direktionstandem, Hélène Joye-Cagnard und Catherine Kohler. So sind auch Zeit und ihre zahlreichen Facetten das Thema der 26 Ausstellungen von 39 Fotografen/Innen aus dem In- uns Ausland. Die für diese Ausgabe ausgewählten Fotografen/Innen eignen sich auf unterschiedliche und ungewöhnliche Weisen den abstrakten Begriff der Zeit an, sei es als gnadenlose Spur auf einem Gesicht, sei es wenn sie ihren Lauf anhält. weiterlesen »
21.08.2011
7:00
Erstmals sind die Fotografien von Andreas Feininger in einer umfassenden Übersicht in der Schweiz zu sehen. Das Museum im Bellpark in Kriens zeigt Feiningers Fotografien aus der Serie «New York in the Forties», die heute zu den Klassikern der Fotografiegeschichte zählen. Neben diesen freien Arbeiten, mit denen Feininger seine Wahlheimat New York porträtierte, gehörte Feininger fast zwanzig Jahre dem Fotografenstab des «Life»-Magazins an. Seine reiche Berufserfahrung veröffentlichte er in zahlreichen Fotolehrbüchern, die über Generationen für junge Fotografen richtungsweisend waren.
weiterlesen »